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Plasmaschneiden: empfohlene Richtwerte

Beim Plasmaschneiden gelten bestimmte Richtwerte, an die man sich halten sollte. Die meisten handgeführten Plasmaschneider haben eine Leistung zwischen 40 und 100 Ampere und sind für Werkstoffdicken bis zu 40 mm ausgelegt. Es gibt aber auch Geräte mit einer höheren Stromstärke, die dickere Metalle schneiden. Ihre volle Schnittleistung erreichen Plasmaschneider vor allem bei Baustahl. Bei Aluminium fällt die Schneidstärke deutlich geringer aus. Richtwerte zur Schnittleistung für die jeweiligen Materialien findest du in der Produktbeschreibung.

 

Plasmaschneiden empfohlene Richtwerte

 

Eine Frage der Einstellung der Plasmaschneider Richtwerte

Zunächst gilt es, die passende Düse für dein Vorhaben auszuwählen. Die Düsengröße hängt dabei vom Material, das du bearbeiten möchtest, sowie dessen Stärke ab. Größere Düsenbohrungen erfordern eine höhere Stromstärke. Hinweise zur Auswahl liefert das Handbuch. Beim Abmessen des Werkstücks solltest du beachten, dass die Schnittfuge etwa anderthalb- bis zweimal breiter sein wird als die Düsenbohrung.

Anhand der Düse und des Werkstoffs kannst du nun die Stromstärke am Plasmaschneider einstellen. Das funktioniert entweder stufenweise oder stufenlos. Richtwerte zur Einstellung findest du in den Schneidtabellen des Herstellers. Generell gilt: Je dicker das Material ist, desto höher muss der Schneidstrom eingestellt werden. Überlaste die Düse dabei nicht! Orientiere dich beim Plasmaschneiden am Richtwert, dass der Schneidstrom nur 90 bis 95 Prozent der für die Düse angegebenen Stromstärke liegen sollte.

 

Hilfreiche Richtwerte während des Arbeitsprozesses

Die Schnittqualität hängt unter anderem von der Geschwindigkeit ab, mit der du die Elektrode über das Werkstück führst. Bist du zu schnell, wird der Schnitt unsauber. Als Richtwert beim Plasmaschneiden gilt: Wenn der Lichtbogen unter dem Werkstück in einem Winkel von 5 bis 10 Grad austritt, hast du die ideale Schneidgeschwindigkeit erreicht. Zur besseren Geschwindigkeitskontrolle solltest du den Brenner mit beiden Händen führen. Möchtest du mit Schablonen arbeiten, empfehlen sich Plasmaschneider mit leichten Handbrennern, die du einhändig bedienen kannst. Damit ein sauberer Schnitt entsteht, sollte der Brenner rechtwinklig zum Werkstück ausgerichtet werden. Für Anfänger empfiehlt es sich, beim Schneiden auf dem Werkstück zu bleiben. Dadurch erhöht sich zwar der Düsenverschleiß, aber gleichzeitig verringert sich die Gefahr, dass du von der Linie abkommst. Bei dünnen Materialien bis etwa 3 mm erhältst du so eine relativ gute Schnittqualität. Optimale Schnittergebnisse erzielst du, wenn du den richtigen Abstand einhältst. Dabei helfen dir spezielle Abstandhalter, die auf die Außenschutzkappe des Brenners gesteckt werden. Durch die Abstandhalter werden auch die Temperaturen am Brenner reguliert. Komfortabel sind auch spezielle Führungsschienen für gerade oder kreisrunde Schnitte.

 

Abstand halten! Richtwerte zum Düsenabstand beim Plasmascheiden

  • Materialstärke bis zu 3 mm – Düsenabstand 1 bis 2 mm
  • Materialstärke 3 bis 12 mm – Düsenabstand 3 bis 4 mm
  • Materialdicke 12 bis 25 mm – Düsenabstand 4 bis 5 mm
  • Materialstärke über 25 mm – Düsenabstand 6 bis 7 mm

Beachte: Je größer der Düsenabstand ist, desto größer wird der Schnittwinkel.

 


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