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Plasmaschneiden welche Stromstärke benötige ich wann?

Der Plasmaschneider bietet dir eine Multifunktionalität, doch das wirft auch Fragen auf. Eine der wichtigsten Fragen ist, mit welcher Stromstärke schneide ich was? Was du bei der richtigen Stromstärke unbedingt beachten solltest wird dir im Folgenden erklärt.

 

Wie funktioniert der Plasmaschneider?

Ein Plasmaschneider erzeugt mittels Gleichstrom eine sehr hohe Spannung. Diese Spannung wird zwischen der Elektrode des Schneidbrenners (dem negativen Pol) und dem zu bearbeiteten Werkstück (dem positiven Pol) in Form eines Plasmalichtbogens entzündet. Mittels einer Düse wird der Plasmalichtbogen fokussiert. Mit dem Bohrungsdurchmesser wird bestimmt, wie viel Strom durch eine Düse fließen darf.

 

Plasmaschneiden welche Stromstärke?

Die richtige Stromstärke

Eine wichtige Faustformel für die Stromstärke ist, dass du für eine optimale Schnittqualität eine kleine Düse und eine niedrige Stromstärke wählst.

Diese niedrige Stromstärke, kombiniert mit der kleinen Düse, führt zu einer schmalen Schnittfuge und damit zu einem sehr viel feineren Schnittbild. Solltest du jedoch beabsichtigen eine optimale Schnittgeschwindigkeit, demzufolge eine hohe Produktivität anzustreben, solltest du eine große Düse und die höchste Stromstärke auswählen.

Sei dir jedoch bewusst, dass darunter dein Schnittbild leiden wird.

Die meistens handgeführten Plasmaschneider bieten eine Leistung von bis zu 100 Ampere. Stelle die Stromstärke auf 90% – 95% des für deine Düse angegebenen Höchststromes ein. Dadurch stellst du sicher, dass für deine Düse keinerlei Unterbelastung entsteht. Solch eine Unterbelastung führt zu einem weichen Lichtbogen und dieser führt zu einem unsauberen Schnitt. Außerdem verhinderst du so auch die Überbelastung, wodurch deine Düse relativ schnell abgenutzt wird.

Die richtige Stromstärke hängt jedoch auch von deinem Material, der Dicke, deinem Gas, deinem Brenner und deinem Schneider ab.

 

Dicke

Die Dicke des Materials spielt eine wesentliche Rolle. Wie bereits erwähnt, bieten die meisten handgeführten Plasmaschneider eine Leistung von bis zu 100 Ampere. Damit lassen sich Materialien bis zu einer Dicke von ungefähr 30 Millimeter schneiden. Einige Geräte bieten eine Leistung von bis zu 160 Ampere, damit kannst du Materialien von bis zu 60 Millimetern Dicke schneiden.

 

Gas

Plasmaschneider können mit unterschiedlichen Plasmaträgergasen arbeiten. Je nach dem, welches Material du bearbeiten möchtest kommen unterschiedliche Gase für dich in Frage. Im Folgenden findest du eine Auflistung möglicher Gase:

  • Druckluft (eignet sich für das Trennen von legiertem und unlegiertem Stahl und Aluminium)
  • Stickstoff (eignet sich für rostfreien Stahl, sowie Nichteisen-Metallen)
  • Sauerstoff (eignet sich für unlegierten Stahl)
  • Argon (eignet sich nicht als Einzelgas. Zusammen mit Wasserstoff ideal zum Schneiden von legierten Stahl und Aluminium)
  • Wasserstoff (leitet Wärme sehr gut, schnürt den Lichtbogen ein, wodurch die Energiedichte sich erhöht)

 

Brenner

Wichtig ist die Betriebsspannung des Schneidbrenners. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein konstanter Hochspannungsstrom hinzugeführt wird .Das nennt sich Betriebsspannung. Diese Betriebsspannung liegt bei den meisten Geräten zwischen 90 und 200 Volt und kann stufenweise eingestellt werden. Eine Faustregel für die Betriebsspannung des Brenners ist: Je höher der Schneidstrom des Systems ist, desto höher ist deine mögliche Schnittgeschwindigkeit und desto dicker kann dein zu schneidendes Material sein

 

Die Auswahl der richtigen Stromstärke

Um die ideale Stromstärke für deine Arbeit mit dem Plasmaschneider zu finden, musst du exakt wissen, über welche Stromstärke dein Plasmaschneider verfügt, welches Material geschnitten wird, wie dick das Material ist und welches Gas du für dein Material verwenden sollst. Beachtest du all diese Aspekte steht deiner Arbeit nichts mehr im Weg.

 


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