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Alles geregelt: Plasmaschneider einstellen

Du hast dir ein neues Plasmaschneidgerät gekauft und möchtest natürlich gleich loslegen. Doch bevor du den Power-Schalter betätigst, solltest du dich erst einmal mit der Steuerung vertraut machen. Wir verraten dir wie es geht, Plasmaschneider einstellen Schritt für Schritt.

Plasmaschneider einstellen

Das Steuerungssystem eines Plasmaschneiders einstellen

Grundsätzlich ist die Bedienung eines Plasmaschneiders einfach und erfordert keine spezifischen Fachkenntnisse. Um ein optimales Schnittbild zu erzielen und die Verschleißteile zu schonen, solltest du trotzdem die wichtigsten Stellschrauben kennen.

Vor Gebrauch ist der Blick in die Bedienungsanleitung obligatorisch. Denn hier werden die wichtigsten Einstellungen des Plasmaschneiders erklärt. Sie liefert auch Hinweise zur Wahl der richtigen Düsengröße – passend zum Material und dessen Stärke. Beachte: Die Schnittfuge ist etwa anderthalb- bis zweimal breiter als der Durchmesser der Düsenbohrung. Diese Werte solltest du beim Abmessen einkalkulieren.

In der Regel lassen sich Stromstärke und Gasdruck bei einem Plasmaschneider einstellen.

Die richtige Stromstärke einstellen

Die Stromstärke wird anhand der Amperezahl am Plasmaschneider eingestellt. Sie hängt einerseits vom zu schneidenden Material und andererseits von der Düsengröße ab. Wenn du möglichst schnell schneiden möchtest, kannst du einen großen Düsendurchmesser und eine hohe Stromstärke wählen. Kommt es dir dagegen auf die Schnittqualität an, empfehlen sich kleinere Düsen und eine niedrige Stromstärke. Zusammen mit einer niedrigen Schneidegeschwindigkeit erzielst du eine schmalere Schnittfuge und damit einen feineren Schnitt. Am besten, du probierst die Einstellung des Plasmaschneiders erst einmal an einem Teststück aus und regulierst dann entsprechend nach. Wenn der Schnitt unsauber ist oder das Material nicht komplett aufgeschmolzen wird, solltest du die Stromstärke erhöhen. Ist die Schnittfuge zu breit, kannst du die Amperezahl herunter drehen. Wichtig: Um eine Unter- oder Überbelastung der Düse zu vermeiden, sollte die gewählte Stromstärke nur 90–95 Prozent der angegebenen Höchststromleistung betragen.

 

Der Gasdruck bzw. Gasdurchfluss am Plasmaschneider einstellen

Ebenfalls kannst du den Gasdruck an deinem Plasmaschneider einstellen. Geräte für den Privatgebrauch arbeiten häufig mit Druckluft, die preiswert und einfach zu beschaffen ist. Damit der Schneidlichtbogen nicht abbricht, ist ein konstanter Gasdruck notwendig. Wie viel Druck der Plasmaschneider benötigt, hängt dabei vom jeweiligen Modell ab. Meist liegt der Wert zwischen 4 und 6 bar. Ein Blick in die Bedienungsanleitung bringt Gewissheit. Kontrollieren kannst du den Druck über das Druckluftmanometer. Achtung: Ein zu hoher Druck führt dazu, dass die Elektroden schneller verschleißen. Ist der Druck zu niedrig, kann hingegen die Düse Schaden nehmen. Zudem wird der Schnitt unsauber. Generell gilt: Der Druck wird bei einem Plasmaschneider eingestellt, wenn die Luft strömt.

 

Einige Plasmaschneidgeräte besitzen eine oder mehrere Warnleuchten, die bei einem zu niedrigen Druck oder bei einer Überhitzung aufleuchten. Meist werden dann aus Sicherheitsgründen bestimmte Funktionen automatisch blockiert. Behalte deshalb das Bedienfeld beim Schneiden im Blick.


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