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Vorsicht, Temperatur eines Plasmaschneiders

Durch die Temperatur des Plasmaschneider und dem daraus gewonnen Plasma werden Metalle zertrennt – ein elektrisch leitfähiges Gas mit einem hohen Energiegehalt. Diese Energie wird in Hitze umgewandelt, die das Metall punktgenau und in Sekundenschnelle zum Schmelzen bringt. Das aufgeschmolzene Material wird dann über einen Gasstrahl aus der Fuge geblasen. Plasmaschneider erreichen eine Temperatur von bis zu 30.000 °C. Zum Vergleich: Schweißgeräte arbeiten mit Temperaturen von „nur” 3.000 °C. Achte deshalb beim Kauf darauf, dass der Plasmaschneider den gängigen Sicherheitsstandards entspricht und einschlägige Prüfsiegel aufweisen kann!

 

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Verschleiß der Düse bei hoher Plasmaschneider Temperatur

Erzeugt wird das Plasma mittels eines Lichtbogens. Dieser wird durch die Kupferdüse an der Spitze des Handstücks eingeschnürt, sodass sich das Plasma verdichtet. Damit sie den hohen Temperaturen des Plasmaschneiders standhält, muss sie gut isoliert sein. Dennoch gehören die Düsen zu den Hauptverschleißteilen. Es empfehlt sich daher, mehrere Ersatzdüsen vorrätig zu haben. Ein Tipp: Nutze möglichst Original-Ersatzteile des Herstellers, so verhinderst du Schäden am Gerät.

 

Auf Nummer sicher: Schutzausrüstung

Du wirst überrascht sein: Ungeachtet der extremen Temperaturen, die ein Plasmaschneider entwickelt, gelangt nicht viel Wärme in das Werkstück selbst. Das aufgeschmolzene Metall, das ausgeblasen wird, kühlt zudem rasch ab. Dennoch solltest du bei der Arbeit mit einem Plasmaschneider aufgrund der enormen Temperaturen besondere Vorsicht walten lassen. Es ist wichtig, dass du dir die Sicherheitshinweise im Handbuch genau durchliest und dich auch daran hältst. Denn eine unsachgemäße Nutzung kann zu schweren Verletzungen führen. Es versteht sich von selbst, dass du den heißen Plasmastrahl nicht berührst! Obligatorisch ist die richtige Schutzausrüstung. Dazu gehören Schweißerhelm bzw. Schutzbrille, Schutzhandschuhe und eine Schweißerjacke. Zum Schneiden benötigst du zudem eine feuerfeste Unterlage – etwa ein Schweißertisch – sowie eine Funkenschutzmatte.

 

Cool bleiben: Kühlen bei hoher Plasmaschneider Temperatur

Damit Plasmaschneider trotz der hohen Temperatur über einen langen Zeitraum effizient arbeiten können, ohne dabei Schaden zu nehmen, ist die Kühlung besonders wichtig. Die meisten Geräte für den Hobbygebrauch basieren auf einer Luftkühlung. Ab einer Leistung von 200 Ampere sollte der Plasmaschneider mit einer Wasserkühlung ausgestattet sein.

Was viele Laien nicht wissen: Die Geräte müssen nach Abschluss der Schneidarbeiten noch einige Zeit angeschaltet bleiben, damit die Elektronik heruntergekühlt werden kann.


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