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5 Tipps für Plasmaschneiden für Anfänger ► Frisch ans Werk

Du hast Dir einen neuen Plasmaschneider zugelegt, und brennst darauf, die ersten Stücke zu bearbeiten? Du hast bereits die Bedienungsanleitung durchgeschaut und die Sicherheitshinweise verinnerlicht? Der Plasmaschneider ist korrekt zusammengebaut? Dann nimm Dir noch kurz Zeit, um die folgenden Tipps zum Plasmaschneiden für Anfänger duchzulesen. So gelingt Dein erstes Projekt garantiert!

Plasmaschneiden für Anfänger Basics: Was passiert beim Plasmaschneiden?

 

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Auch Anfängern gelingt das Plasmaschneiden mühelos und schnell. Spezielle Fachkenntnisse sind dafür nicht notwendig. Allerdings solltest Du wissen, wie ein Plasmaschneider funktioniert. Das Trennen von Metall erfolgt mithilfe eines Lichtbogens. Dieser wird durch die Kupferdüse eingeschnürt, wodurch sich das Plasmagas stark verdichtet. Dort, wo der Plasmastrahl auf das Werkstück auftrifft, schmilzt das Metall. Ein Gasstrahl sorgt dafür, dass das Material aus der Fuge ausgeblasen wird. Ein sauberer Schnitt entsteht. Plasmaschneider für den Privatgebrauch verwenden dafür meist Druckluft. Diese ist günstig und für Anfänger am Plasmaschneider leicht zu handhaben. Je nachdem, wie sauber die Schnittfuge sein soll, kommen aber auch andere Gase bzw. Gasgemische zum Einsatz. Sie sollen verhindern, dass das Metall oxidiert.

 

Plasmaschneiden für Anfänger

Plasmaschneiden für Anfänger – Sicherheit geht vor!

Eine gute Vorbereitung ist nicht nur für Anfänger das A und O beim Plasmaschneiden. Da das Gerät Temperaturen von bis zu 30.000 °C erreicht, solltest Du Dich und Deine Umgebung schützen.

  • Entferne alle brennbaren Materialien und Flüssigkeiten aus der Arbeitsumgebung und sorge für eine gute Belüftung. Lege eventuell eine Funkenschutzmatte aus, aber auch ein Feuerlöscher sollte nicht fehlen.
  • Jetzt musst Du noch Dich selbst in Schale werfen. Wichtig ist der Schutz der Augen, denn der Lichtbogen ist sehr hell. Gute Dienste leistet ein Schweißerhelm. Für Anfänger im Plasmaschneiden reicht ein günstiges Einsteigermodell. Als Augenschutz kannst Du aber auch eine Schutzbrille verwenden.
  • Deine Arme und Hände schützt Du mit feuerfesten Handschuhen. Eine Schweißerjacke rundet ein sicheres Arbeitsoutfit ab
  • Wichtig: Vermeide während des Schneidens unbedingt den direkten Körperkontakt zum Werkstück.
  • Vorsicht solltest Du zudem bei Edelstahl oder lackierten Oberflächen walten lassen, da beim Schneiden giftige Dämpfe freigesetzt werden können. Eventuell ist zusätzlich ein Atemschutz notwendig. Generell gilt: Die Oberfläche des Werkstücks sollte frei von Entfettungs- oder Lösemitteln sein.
  • Falls Du die Arbeiten unterbrechen musst, schalte den Plasmabrenner aus und lege ihn sicher auf die Seite. Beim Wechseln von Ersatz- und Verschleißteilen sollte das Plasmaschneidgerät immer vom Netz getrennt werden.

Plasmaschneiden: 5 Tipps für Anfänger

Tipp 1: Mache Dich mit der Technologie vertraut und suche den für Dich passenden Plasmaschneider

Die Basics der Technologie haben wir im einleitenden Abschnitt erklärt. Plasmaschneiden in der Praxis bedeutet aber gerade für Anfänger eine Flut von Informationen. Da geht es um die unterschiedlichen Werkstoffe, wie Kupfer, Edelstahl, Aluminium oder Stahl. Da geht es um unterschiedliche Dicken, Stromstärken und Gase, die verwendet werden. Dann gibt es unterschiedliches Zubehör, welches zum Plasmaschneiden benötigt wird. Von Verschleißteilen wie Elektroden und Düsen über die oben schon erwähnte Schutzausrüstung und andere Accessoires wie Kompressoren, Schlauchpakete und vieles mehr ist alles dabei, Da kann einem schon einmal der Kopf schwirren. Und da heißt es, nicht gleich zu Anfang den Kopf in den Sand stecken. Auf unserer Webseite widmen jedem dieser Themen einzelne Blogbeiträge, die Dich schnell in die wunderbare Welt des Plasmaschneidens eintauchen lassen. Wenn Du dann noch weißt, was Du mit dem Plasmaschneider genau anfangen möchtest, d.h. was Deine bevorzugte Materialien, Deine bevorzugten Dicken und Deine Zielanwendungen sind, dann bist Du bereit, Dir den richtigen Plasmaschneider für Deine auszusuchen und das passende Zubehör-Set zusammenzustellen.

Tipp 2: Sorgfalt beim Einrichten

Wenn Du den richtigen Plasmaschneider schließlich in Deiner Werkstatt stehen hast, dann wird es Zeit zum Einrichten. Nach der Lektüre der Bedienungsanleitung unter besonderer Beachtung der Sicherheitshinweise kann es losgehen. Nachdem Du den Plasmaschneider an das Stromnetz angeschlossen hast, musst Du die Leistung einstellen. Die Stromstärke wählst Du anhand des Materials, das Du bearbeiten möchtest. Als Anfänger im Plasmaschneiden solltest Du die Stromstärke lieber etwas höher drehen und Dich dann Stück für Stück an die richtige Einstellung herantasten.

Die Zündung des Lichtbogens kann über zwei verschiedene Arten erfolgen: Über die Kontaktzündung, bei der Du den Brenner auf das Werkstück aufsetzen musst, oder kontaktlos. Die meisten Geräte für den Hobbybereich arbeiten mit der klassischen Kontaktzündung. Aber auch der Umgang mit der kontaktlosen Zündung sollte für Plasmaschneider-Anfänger kein Problem sein. Denn der Lichtbogen erscheint bei allen Geräten auf Knopfdruck. Nun kannst Du loslegen!

 

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Tipp 3: Taste Dich an höhere Aufgaben heran und probiere unterschiedliche Parameter aus

Bevor Du mit komplexen Projekten und anspruchsvollen Aufgaben startest, solltest Du Dich langsam an die Arbeit mit dem Plasmaschneider herantasten. Im Prinzip ist es nicht schwierig, aber die Herausforderungen sind für unterschiedlich. Sei es die ruhige Hand beim Führen des Plasmabrenners oder die Fähigkeit, die Konzentration bei längeren Arbeitsschritten hochzuhalten. Am wichtigsten ist es, zunächst ein Gefühl für die Parametereinstellungen zu finden. Denn auch wenn in den Schneidtabellen zu den einzelnen Geräten scheinbar exakte Parameterwerte stehen, wirst Du als Anfänger schnell feststellen, dass es Abweichungen gibt und dass Du die Einstellungen für perfekte Schnittergebnisse erst suchen musst. Das ist vollkommen normal, da ist jedes Plasmaschneidgerät irgendwie individuell. Übe daher an einem Probestück mit unterschiedlichen Parametereinstellungen, bevor Du Dich an das eigentliche Projekt wagst.

Tipp 4: Mach es Dir beim Arbeiten bequem und hetze nicht

Gut Ding will Weile haben. Hektik und Stress haben noch keinem Arbeitsergebnis wirklich gutgetan. Deshalb sorge dafür, dass Du gerade als Anfänger beim Plasmaschneiden entspannt arbeiten kannst. Sorge für ergonomische Arbeitsbedingungen und lasse Dich beim Plasmaschneiden nicht aus der Ruhe bringe. Bleibe beim Schneiden immer auf dem Werkstück und achte darauf, dass Du den Brenner langsam über die Oberfläche ziehst. Langsame Schnittgeschwindigkeiten erhöhen die Genaugkeit und sind bei dickeren Materialien ohnehin notwendig. Darüber hinaus solltest Du schnelle Bewegungen vermeiden, um ein Abrutschen und damit Fehlschnitte zu verhindern. Um zu sauberen Schneidlinien zu kommen, ist es auch hilfreich, mit einem Lineal oder einer Führung zu arbeiten.

Die High-End-Lösung einer Führung ist definitiv ein CNC-System. Auch solche Lösungen gibt es im Heimwerkerbereich. Aber als Anfänger im Plasmaschneiden verschafft es Dir ja gerade eine gewisse Befriedigung, Werkstücke mit den eigenen Händen bearbeitet zu haben. Und diesen Aspekt gibst Du ja mit einem CNC-System im wahrsten Sinn des Wortes aus der Hand.

Tipp 5: Freue Dich an Erfolgen

Heimwerken und Plasmaschneiden soll Spaß machen. Deshalb ist es wichtig, Dich als Anfänger beim Plasmaschneiden nicht selbst unter Druck zu setzen, sondern Dich an den Erfolgen zu erfreuen, die Du in der Lernphase zweifelsohne erzielen wirst. Du hast einen Parametersatz gefunden, bei dem ein sauberer, gerader Schnitt herausgekommen ist? Toll, das heißt, Du hast eine Hürde genommen. Dein erstes Freiform-Werkstück sieht noch nicht hundertprozentig perfekt aus? Macht nichts, Du hast ein Unikat geschaffen. Erfolge zu genießen und zu reflektieren ist wichtig. Dir geht der Spaß am Plasmaschneiden nicht verloren. Ein missglückter Schnitt kann gleichzeitig ein wichtiger Lernerfolg sein und Dir zeigen, wie es besser geht. Solche Betrachtungen sind nicht nur für Profis wichtig. Sie helfen Dir dabei, Dich von einem Anfänger im Plasmaschneiden zu einem versierten Heimwerker weiterzuentwickeln.

Plasmaschneiden für Anfänger – Übung macht bekanntlich den Meister!

Wenn Du unsere fünf Tipps für Anfänger im Plasmaschneiden beherzigst, dann wirst Du ganz schnell sehen, wie toll es ist, mit eigenen Händen etwas Besonderes geschaffen zu haben. Hier sind die Tipps noch einmal zusammengefasst (und mit ein paar kleinen Zusatzhinweisen versehen):

  1. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Wenn Du Dich mit der Theorie vertraut gemacht hast, fällt Dir die Wahl des richtigen Equipments leichter.
  2. Auch die Inbetriebnahme und die Ersteinstellung der vielen Parameter geht mit intensiver Vorbereitung und entsprechendem Studium der Bedienungsanleitung leichter von der Hand.
  3. Wenn Du denn Deinen Plasmaschneider zum ersten Mal eingeschaltet hast, ist es ratsam, erst einmal an einem Probestück zu üben. Nach einigen Versuchen hast Du den Dreh bestimmt schnell raus und die Parametereinstellungen bereits optimiert.
  4. Gerade für Anfänger empfiehlt es sich, beim Plasmaschneiden mit dem Brenner auf dem Werkstück zu bleiben. Du erhältst so einen besseren Schnitt. Der Brenner kann dabei entweder geschoben oder gezogen werden, wobei letztere Variante deutlich einfacher ist. Hilfreich ist es, den Brenner entlang eines Lineals oder einer speziellen Führung, die am Werkstück befestigt wird, zu ziehen – eine Erleichterung vor allem für Anfänger im Plasmaschneiden, da sie nicht auf die Schnittlinie achten müssen. Heimwerker, die mit dem Gerät bereits vertraut sind, können beim Schneiden das Handstück auch einige Millimeter abheben. Das hat den Vorteil, dass angerissene Linien besser verfolgt werden können. Zudem nutzt sich dadurch die Düse nicht so schnell ab.
  5. Feiere Deine Erfolge und lerne aus Deinen Misserfolgen. So bleibst Du nicht lange ein Anfänger im Plasmaschneiden.

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